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Full fathom five thy father lies;
Those are pearls that were his eyes;
Of his bones are corals made;
Nothing of him that doth fade,
But doth suffer a sea-change.
Into something rich and strange.
Ding-dong, bell.
Sea-nymphs hourly ring his knell:
Ding-dong, bell.
Fünf Faden (= 9m) tief liegt dein Vater;
Aus seinem Gebein werden Korallen,
Was seine Augen waren, sind nun Perlen;
Nichts von ihm vergeht,
Sondern alles erfährt eine Meer-Verwandlung
In etwas Teures und Seltsames.
Ding-dong, Glocke.
Nymphen läuten stündlich seine (Toten)glocke:
Ding-dong, Glocke.
The cloud-capp`d towers,
the gorgeous palaces,
The solemn temples,
the great globe itself,
shall dissolve
And, like this insubtantial pageant faded,
leave not a rack behind:
We are such stuff as dreams are made on,
And our little life is rounded with a sleep.
Die wolkenbekränzten Türme,
Die Prunkpaläste,
Die feierlichen Tempel,
Ja selbst dieses Erdenrund
Wird sich auflösen
Nicht einmal ein Wölkchen zurück lassen.
Und, wie dieser wertlose Festzug verblich,
Wir sind aus solchem Stoff, wie Träume sind,
Und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.
Over hill, over dale,
Thorough bush, thorough brier,
Over park, over pale,
Thorough flood, thorough fire,
I do wander everywhere,
Swifter than the moonè`s sphere;
And I serve the Fairy Queen,
To dew her orbs upon the green
The cowslips tall her pensioners be,
In their gold coats spots you see;
Those be rubies, fairy favours,
In those freckles live their savours.
I must go seek some dew-drops here,
And hang a pearl in every cowslip`s ear.
Über Hügel, über Tal,
Durch Gebüsch, durch Dornen,
Über Park, über eingezäuntes Land,
Durch Flut, durch Feuer,
Streife ich überall,
Schneller als die Sphäre des Mondes.
Und ich diene der Elfenkönigin,
Ihre Grasringe auf dem Rasen zu betauen.
Die hohen Schlüsselblumen sind ihre Leibgarde;
Auf ihren Goldmänteln siehst du Tupfen;
Das sind Rubine, Elfen-Liebeszeichen,
In jenen Sommersprossen wohnt ihr Duft.
Ich muss hier einige Tautropfen suchen gehen
Und eine Perle in das Ohr jeder Schlüsselblume hängen.
Come away, come away, death;
And in sad cypress let me be laid;
Fly away, fly away, breath,
I am slain by a fair cruel maid.
My shroud of white, stuck all with yew,
O prepare it!
My part of death no one so true
Did share it.
Not a flower, not a flower sweet,
On my black coffin let there be strown;
Not a friend, not a friend greet
My poor corpse where my bones shall be thrown;
A thousand thousand sighs to save,
Lay me, O, where
Sad true lover never find my grave,
To weep there!
Komm her, komm her, Tod,
Und lass mich in traurigen Zypressen liegen;
Hinweg, hinweg, Atem,
Mich hat ein schönes und grausames Mädchen erschlagen.
Mein weisses Totenhemd, ganz mit Eibenzweigen besteckt,
Oh, legt es bereit!
Mein Los zu sterben, keine noch so treue Seele
Teilte es.
Keine Blume, keine Blume süss
Möge man auf meinen schwarzen Sarg streuen;
Kein Freund, kein Freund soll grüssen
Meinen armen Leichnam dort, wohin man mein Gebein werfen wird.
Um ihm abertausend Seufzer zu ersparen,
Legt mich, oh, dorthin, wo
Der wahrhaft melancholische Liebhaber niemals mein Grab finden soll,
Um dort zu weinen!
O mistress mine, where are you roaming?
O, stay and hear; your true love`s coming,
That can sing both high and low.
Trip no further, pretty sweeting;
Journeys end in lovers meeting,
Every wise man`s son doth know.
What is love? `Tis not hereafter;
Present mirth hath present laughter;
What`s to come is still unsure.
In delay there lies no plenty,
Then come kiss me, sweet and twenty;

Youth`s a stuff will not endure.
O meine Herrin, wo schweifst du umher?
O bleib und höre; dein Geliebter kommt
Der hoch und tief singen kann:
Tänzle nicht weiter, hübsches Schätzchen;
Reisen enden, wenn Liebende sich treffen,
Wie jeder Sohn eines weisen Mannes weiss.
Was ist Liebe? Nichts für später.
Was jetzt sich freut, kann jetzt auch lachen.
Was kommen wird, ist ungewiss.
Im Aufschub liegt keine Fülle,
Also komm, küss mich, Liebchen, und dann noch zwanzigmal
oder: küss mich, Süss-und-zwanzig
Die Jugend ist etwas, was nicht bleibt.
The Willow Song
The poor soul sat sighing by a sycamore tree,
Sing all a green willow;
Her hand on her bosom, her head on her knee,
Sing willow, willow, willow.
The fresh streams ran by her and murmur`d her moans,
Sing willow, willow, willow.
Her salt tears fell from her, and soften`d the stones;
Sing willow, willow, willow.
Sing all a green willow must be my garland.
Am Ahorn (oder: Feigenbaum) sass seufzend die arme Seele,
Singt alle grüne (Trauer)-Weide;
Ihre Hand auf der Brust, ihr Kopf auf dem Knie,
Singt Weide, Weide, Weide.
Die frischen Bäche flossen vorbei und murmelten ihre Klagen,
Singt Weide, Weide, Weide.
Ihre salzigen Tränen erweichten die Steine;
Singt Weide, Weide, Weide.
Singt alle: Grüne Weide muss mein Kränzchen sein.
The Shower
Cloud, if as thou dost melt
And with thy train of drops make soft the earth,
My eyes could weep
O`er my hard heart,
That`s bound up and asleep;
Perhaps at last some such showers past,
My God would give a sunshine after rain.
Der Regenschauer
Wolke, als ob du schmelzen würdest
Und mit deiner Tropfenflut die Erde sanft machtest.
So könnten meine Augen weinen
Über mein hartes Herz,
Das verschlossen ist und schläft.
Vielleicht werden endlich solche Schauer vorüber gehen,
Wird Gott Sonnenschein nach Regen geben.
Serenade
Dreams all too brief, dreams without grief,
Once they are broken, come not again.
Since glad dreams haunt your slumbers deep,
Why should you scatter them in vain?
Across the sky the dark clouds sweep,
And all is dark and drear above;
The bare trees toss their arms and weep;
Rest on, and do not wake, my Love.
Happy is he, when Autumn falls,
Who feels the dreamkiss of the Spring.
And happy he in prison walls
Who dreams of freedom`s rescuing.
But woe to him who vainly calls
Through sleepless nights for ease from pain!
Serenade
Träume, allzu kurze, Träume, ohne Kummer
Wenn sie unterbrochen sind, kommen sie nicht wieder.
Da frohe Träume durch deine tiefen Schlummer spuken,
Warum solltest du sie vergeblich zerstreuen?
Über den Himmel ziehen die dunklen Wolken,
Und alles ist dunkel und trüb droben;
Die kahlen Bäume schütteln ihre Arme und weinen;
Schlaf weiter, wach nicht auf, meine Liebe.
Glücklich ist, wer im Herbst
Den Traumkuss des Frühlings fühlt.
Und glücklich der, welcher in der Gefängniszelle
Von der rettendenden Freiheit träumt.
Aber wehe dem, der vergeblich durch schlaflose Nächte
Nach der Erlösung vom Schmerz ruft.
My love dwelt in a Northern land,
A dim tower in a forest green
Was his, and far away the sand
And gray wash of the waves were seen.
The woven forest boughs between:
And through the Northern summer night
The sunset slowly, slowly died away,
And herds of strange deer, silver white,
Came gleaming through the forest gray,
And fled like ghosts before the day.
And oft, that month, we watched the moon
Wax great and white o`er wood and lawn
And wane, with waning of the June,
Till, like a brand for battle drawn,
She fell, and flamed in a wild dawn.
I know not if the forest green
Still girdles round that castle gray,
I know not if the boughs between
The white deer vanish ere the day;
The grass above my love is green,
His heart is colder than the clay.
Mein Geliebter wohnte in einem nördlichen Land.
Ein düsterer Turm in einem grünen Wald war sein,
Und weit weg, zwischen verwobenen Ästen,
Waren Sand und die graue Brandung der Wellen
Zu sehen.
Und durch die nördliche Sommernacht
Starb der Sonnenuntergang langsam dahin.
Und Rudel seltsamen Wildes, silberweiss,
Leuchteten durch das Grau des Waldes.
Und flüchteten gespenstisch vor dem Tag.
Und oft in diesem Monat schauten wir den Mond
Wie er zunahm, gross und weiss, über Wald und Rasen,
Und schwand, mit dem Ende des Juni,
Bis er, wie eine für die Schlacht gezogene Klinge,
Fiel und in einer wilden Dämmerung flammte.
Ich weiss nicht, ob der grüne Wald
Noch immer das graue Schloss umgürtet.
Ich weiss nicht, ob zwischen den Ästen
Das weisse Wild vor dem Tag verschwindet.
Das Gras über meinem Geliebten ist grün.
Sein Herz ist kälter als Lehm.
Love`s Tempest
Silent lay the sapphire ocean,
Till a tempest came to wake
All its roaring, seething billows,
That upon earth`s ramparts break.
Quiet was my heart within me,
Till your image, suddenly
Rising there, awoke a tumult
Wilder than the storm at sea.
Liebessturm
Still lag der saphirfarbene Ozean,
Bis ein Sturm kam und seine
Tosenden, schäumenden Wogen weckte,
Die nun auf den Uferwall donnern.
Ruhig war mein Herz in mir,
Bis dein Bildnis, das da plötzlich
Auftauchte, einen Aufruhr weckte,
Der wilder ist als ein Sturm auf See.
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